100% dicht - 100% überzeugend!
Nach gemeinsamer Projektentwicklung und erfolgreichem Testlauf baut VW auf die neue Synchro-Generation SCK von Bilz, Allianzpartner der LMT.
Nellingen, 20.10.2009 – Etwa 1,2 Millionen Motoren werden jedes Jahr in der VW-Motorenfertigung in Salzgitter hergestellt. Ob Bohren, Fräsen oder Gewinden: von entscheidender Bedeutung für den Erfolgskonzern Volkswagen ist die stete Prozessoptimierung der eigenen Produktion. Über 50 Prozent der Fertigung in Salzgitter laufen bereits aus Effizienz- und Umweltgründen auf Minimalmengenschmierung und Trockenbearbeitung. Bei der Wahl MMS-fähiger Spannmittel für die Gewindeherstellung gab es für VW allerdings akuten Verbesserungsbedarf. Hauptproblem war der Austritt von Aerosol aus nicht optimal abgedichteten Spannfuttern. Auf der Suche nach einer überzeugenden technischen Spannlösung wandte sich VW an die LMT und den Allianzpartner Bilz als Spannmittelexperten. In enger Zusammenarbeit mit VW-Salzgitter entwickelten die Spezialisten der LMT und Bilz mit dem für die MMS-Bearbeitung optimierten Synchrofutter SCK die entscheidende Lösung.
Technische Partnerschaft als Erfolgsgarant
Maßgeschneiderte Werkzeuglösungen, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden, sind das Markenzeichen der LMT-Partner. Die gute, konstruktive Zusammenarbeit zwischen VW-Salzgitter und dem Spezialisten-Netzwerk der LMT bestätigte sich einmal mehr mit diesem Projekt, von der Problemanalyse über die Entwicklung einer adäquaten Lösung bis hin zum erfolgreichen Testlauf bei VW.
„Durch die gemeinsame Prozessanalyse ist es uns gelungen, die bestehenden Probleme zu lokalisieren. Die Lösung war der Einsatz des für die MMS-Bearbeitung optimierten Synchrofutters unseres Allianzpartners Bilz. „ erklärt Andreas Heuer, Manager Focus Customer Development der LMT. „Durch die Optimierung des SCK ist prozesssicher gewährleistet, dass das Aerosol sofort zu 100% an die bearbeitungsrelevanten Punkte am Werkzeug geleitet wird.
Die Vorteile einer optimalen Ausnutzung des Aerosols bis vor an die Werkzeugspitze liegen auf der Hand: steigende Standzeiten, sinkende Stückkosten (CPU) und eine höhere Produktivität der Maschine durch verringerten Werkzeugwechsel.“
Testlauf mit überzeugender Beweisführung
Die optimale Dichtigkeit des SCK bestätigte sich in den Testläufen bei VW-Salzgitter eindrucksvoll.
Eingespannt auf einem Doppelspindler-Bearbeitungszentrum arbeiteten das optimierte SCK und ein bisher verwendetes Spannfutter im direkten Vergleich nebeneinander. Mit einem Gewindeformer von LMT- Fette wurden Bauteile aus AlSi9 mit 6 bar Betriebsdruck und maximalen Schnittgeschwindigkeiten bearbeitet. „Man erkennt den Unterschied schon mit bloßem Auge,“ erklärt Jürgen Binnebesel, Werkzeugtechnologe im Werkzeugmanagement VWSalzgitter, den Versuch direkt an der Maschine, „während sich um das alte Futter ein Sprühnebel aus feinsten Aerosoltröpfchen bildet, läuft das optimierte SCK tadellos. Kein Sprühnebel, keine Versackungen in der Aufnahme. Das Aerosol tritt zu 100% nur dort aus, wo es soll, nämlich am Werkzeug.“
Die optimale Dichtigkeit des SCK ist bisher einmalig auf dem Markt.
Das neue Synonym für Prozessoptimierung heißt SCK
Doch nicht nur im Hinblick auf die neuen Dichtungselemente, auch in Sachen Handling, Konstruktion und in der Bandbreite der Einsatzgebiete ist das SCK technisch ein gewaltiger Schritt nach vorn.
Mit dem neuen SCK gelang die Realisierung eines universell einsetzbaren Futters, das die bisher separaten Ausführungen durch ein einziges Futter ersetzt.
„Als Kombi-Lösung ist das SCK generell für Maschinen mit MMS-1-Kanal, MMS-2-Kanal, IK bis 50bar Kühlmitteldruck geeignet, aber auch problemlos in der Trockenbearbeitung einsetzbar.
Auch der Einsatz auf Maschinen mit manuellem Werkzeugwechsel ist möglich. Die Synchrofutter sind in den Größen HSK32A, HSK40A, HSK50A, HSK63A und HSK80A ab sofort lieferbar, ebenso die für die unterschiedlichen Systeme nötigen Kühlmittelübergabesätze.“ erklärt Uwe Leister, Produktmanager bei Bilz, diese technische Neuerung. „Auf speziellen Kundenwunsch ist das SCK, alternativ zum blauen Design, auch mit grünem Ring lieferbar, der das Futter unverwechselbar als MMS-fähiges Werkzeug kennzeichnet.“
Ebenfalls neu ist die, in die Spannzange integrierte, beidseitige Längennachstellung. Spannzangenunabhängig kann zukünftig sowohl von Spannzangen- als auch schnell und bequem von Aufnahmeseite her nachgestellt werden. Damit erfolgt die Einstellung praktisch direkt, das zeitintensive Nachkorrigieren entfällt.
Die optimierte Bauweise gewährleistet Prozesssicherheit auch bei Belastungen durch hohe Leerlaufdrehzahlen bis 15.000min-1. Fest verbaute Einzelteile und formstabile, nahezu verschleißfreie Elastomere sorgen in der kompakten Konstruktion für konstant hochwertiges Schneidverhalten bei wesentlich verbesserten Standzeiten und vereinfachen den Montageaufwand vor jedem Einsatz enorm.
Bei der Produktpräsentation vor dem Expertenteam unter der Leitung von Hans-Otto Wenhake, Leiter des operativen Werkzeugmanagements bei VW-Salzgitter, rückte neben dem SCK noch ein weiteres Bilz-Produkt, in den Mittelpunkt:
Die Erfolgsspannzange BZ mit integrierter Längennachstellung. Die großen Stärken der BZ-Konstruktion liegen in der schlanken Bauform, optimal bei engen Fertigungsverhältnissen und Störkonturen, sowie in der formschlüssigen Mitnahme der BZ-Spannzange im Gehäuse des SCK, was ein unkontrolliertes Durchdrehen der Spannzange während der Bearbeitung unmöglich macht. Zudem ist die BZ-Spannzange maßgeblich an der Realisierung der 100%-igen Dichtigkeit des SCK beteiligt und damit die perfekte Ergänzung.
„Wir wollen technisch immer das Beste für unsere Fertigung,“ erklärte Hans-Otto Wenhake im Schlusswort, „das SCK unterstützt dieses Ziel und wir unterstützen das SCK.“




